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Das Weinjunkerjahr 2007

Am 9. März

begannen wir das Weinjunkerjahr 2007 wie immer mit einem Rückblick auf das abgelaufene Jahr 2006 im Rahmen unserer Mitgliederversammlung diesmal im Weinjunker-Weingut Nies.

Am 30. März

waren wir zu Gast bei unseren Freunden, den Geisenheimer-Wein-Reimern. Herr Ing. Alois Schuster, Großkellermeister der Österreichischen Weinbruderschaft und Vizepräsident der Österreichischen Wein- und Marketingservice GmbH. präsentierte uns eine

Große Österreichische Weinprobe

mit ausgesuchten Weinen aus der Wachau, dem Burgenland und der Steiermark.
Zu diesen wunderbaren und facettenreichen Weinen wurde uns ein entsprechendes typisches Essen gereicht mit  kulinarischen österreichischen Spezialitäten.

Am 23. Juni

begingen wir unsere traditionelle festliche Weinprobe unter dem Motto:

 

Ritter Hilchens Tafelrunde

Quo vadis  HILCHEN ?  -  VIVAT  ITALIA !

 

Mit diesem 1. Highlight in unserem Jahresprogramm hatten wir wohl unseren Mitgliedern und Gästen ein echtes Schmankerl geboten.

Die vinologische Interpretation hatte Dr. Axel Bau, ein  „Weltreisender in Sachen Wein“. Die von ihm vorgestellten ausschließlich italienischen Weine spürt der Autor heute noch im Gaumen.

So:

2006 Terlaner D.O.C., Südtirol

 2006 „Grecante“ Grechetto dei Colli Martani D.O.C.,
Montefalco, Umbrien

 2006 Chardonnay Puglia IGT,
Castel del Monte,
Tomaresca
Marchese Piero Antinori
Apulien,

 2006 Falanghina Campania IGT
Terredora, Kampanien
Lucio Mastroberadino
„Winmaker of the Year 2007“
2005 „Giunco“ Vermentino di Sardegna D.O.C., Cantina Mesa Saint Annata Arresi, Sardinien

 2006 „Chiaramonte“ Ansonica Sicilia IGT, Casa Vinicola Firriato, Sizilien
„Beste Kellerei Italiens 2007“

 2005 „Häuslerhof“ St. Magdalener D.O.C., Südtirol

 2004 „Poggio Belvedere“ Rosso Umbria IGT, Montefalco

 2005 Aglianico Campania IGT, Terredora, Kampanien
Lucio Mastroberadino

 2004 „Neprica“ Rosso Puglia IGT, Tomaresca,
Marchese Piero Antinori, Apulien

 2005 Etna Rosso D.O.C., Casa Vinicola Firriato, Sizilien

 2004 „Bulo“ Rosso Isola dei Nuraghi IGT,
Mesa Saint Annata Arresi, Sardinien 

 

Das Festmenü zur Tafelrunde lag in den bewährten Händen unserer Mitglieder vom Weinhaus „Freistaat Flaschenhals“ Birgit Sulek, Marco Barillaro und Melanie Bildesheim, die italienische Küche vom Feinsten zauberten. Besonderer Dank gilt auch dem freiwilligen fleissigen Helfer- und Service-Team.

 

Antipasti Mozarella mit Tomaten (Caprese)

Grüne Nudeln mit Lachs

Saltimbocca

Carpaccio mit Parmesan

und  Rucola

Lasagne

Käsespezialitäten

Neben den vinologischen und kulinarischen Spezialitäten war jedoch die Verleihung des 6. Lorcher Weinkulturpreises an Heinrich Dreis der Höhepunkt des Abends. Der Gründer unserer Weinbruderschaft, Bürgermeister Günter Retzmann, hielt die Laudatio auf den 97 Jahre alten Preisträger. Er schilderte den Werdegang seines langen Lebens und insbesondere seine Verdienste um den Lorcher Wein, die er sich u.a. als Kellermeister im Weingut Graf von Kanitz erworben hat. Heinrich Dreis nahm den Ehrenpreis mit einer gesunden Vitalität, die manch jüngerem fehlt, entgegen. Er ist seit dieser Zeit Gast bei jeder unserer Veranstaltungen und erfreut sich bei allen Mitgliedern und Gästen größter Beliebtheit. Sein Lebensmotto könnte man vielleicht so bezeichnen:

 

Lieber täglich ein Gläschen Wein mehr als eins zu wenig trinken.



    

 Der Abend endete mit dem einhelligen Votum:
 

Das müssen wir so oder ähnlich im nächsten Jahr wiederholen !

     

    

    

Am 28. Juli

fand wieder unser beliebtes Picknick im Weinberg auf Georgs Ruh’ statt. Der traumhafte Blick in das Rheintal zog wieder  ca. 60 Mitglieder und Gäste an, die die von den Teilnehmern mitgebrachten Speisen und Getränke genossen. Mancher Rheinsteig-Wanderer nahm gern unsere Einladung zu einem Glas Lorcher Wein mit einem Imbiss oder Kaffee und Kuchen an.  


Am 1. September

wollten wir Hallgarten in Sachen Kultur besuchen.

Aber:

 wenn der Wurm drin ist, ist der Wurm drin…………..

·        Erst mussten wir den Termin um eine Woche verschieben, da unser Begleiter durch die Historie von Hallgarten wegen der Zisterzienser - Tage in Kloster Eberbach verhindert war.

·        An dem Ersatztermin ergaben sich nun weitere Probleme: Unser Bus stand nicht zur Verfügung, in der Hallgartener Kirche ist eine Hochzeit und das Weingut Fürst Löwenstein hat eine geschlossene Gesellschaft.

 

Was lag da näher als den Weinjunkern und Gästen das schöne Lorch und seine Weine in einer ganz besonderen Art vorzustellen. Wir machten eine

Schlendernde Weinprobe

und begaben uns auf einen weinfrohen Spaziergang  zu einigen prägnanten Stätten, die Lorch prägten und zum Teil nicht mehr vorhanden sind.  Iris vom Härteflösschen führte uns gekonnt mit Reimen auf die Denkmäler durch die Historie. Weinkönigin Carolin I. begleitete uns und erfreute die Teilnehmer mit ihrer charmanten Art. Unsere Mitgliedswinzer schenkten an sechs verschiedenen Stationen ihre köstlichen Kreszenzen aus. Am Museumsplatz überraschte uns Adelheid vom Gronauer Hof mit selbstgebackenem Zwibbelkuche und unterwegs stärkten wir uns mit einem kleinen Imbiss. Voll des vielfältigen Eindrucks (und des Weines) ließen wir den Tag in der Weinwirtschaft Laquai mit einer kleinen Weinprobe und den Köstlichkeiten der Küche ausklingen.

   
   
   

 

Am 9. November

feierten wir zum 1. Mal unser

Patronatsfest

im Weingut des Ritter Hilchen (heute Weingut Graf von Kanitz) zu Ehren unseres Weinheiligen St. Martin.

Zunächst wurde um 18:00 Uhr im ehemaligen Zehnthof, dem Kielmannsegg’schen Hof, im Fasskeller die feierliche Investitur  von sechs neuen Weinjunkerinnen und Weinjunkern durchgeführt. Musikalisch umrahmt von dem Duo Bachinale, Helmut Domes (Bariton) und Horst Wilhelm (Klavier). Majordomus Albert vom Kirchspiel führte durch den schon fast sakralen Akt und Oberjunker Manfred vom Neroberg erteilte den Kandidatinnen und Kandidaten den Junkerschlag, nachdem sie ihren Aufnahmewunsch begründet hatten, die bürgenden Paten gutsprachen und der Vorstand seine Zustimmung gemurmelt hatte. Weinassessorin Iris vom Härteflösschen überreichte die Ritterschlagsurkunde und Weinprinzessin Lisa (in Vertretung der erkrankten Weinkönigin Carolin I.) legte den „Neuen“ das Siegel als äußeres Zeichen der Zugehörigkeit zu dieser hehren Weinbruderschaft an. Nachdem der Kellerjunker Richard vom Schauerweg einen Wein des Hausherrn ausgeschenkt hatte, stießen alle miteinander an gemäß unserem Wahlspruch

Socii bibamus – cifum capiamus.

  

  

  

  

Nach der Investitur verließen wir den Kielmannsegg’schen Hof und begaben uns in die Gutsräume, wo uns der stellvertretende Hausherr und Weinjunker Kurt von Sprendlingen eine wunderschöne Weinprobe mit herausragenden Kreszensen des Weingutes erfreute. Dazu wurde Brot mit Gänseschmalz gereicht. Diese Weine beflügelten auch unser Duo Bacchinale zu enthusiastischen Lobgesängen auf den Lorcher Wein.

   

  

  

  

  

  

  

  

Nahtlos ging es dann zum Gänsebratenessen über. Die Küche unseres Weinbruders Edgar vom Pfalzgrafenstein (Deutsches Haus, Kaub) hatte das Meisterstück geschafft, für 70 Personen Rotkohl, Kartoffelklöse und gebratene Gänse punktgenau um 19:30 Uhr zur Verfügung zustellen.  Allerdings wäre die Küche des Gasthauses aus den Fugen geraten, wenn 17 große Gänse in der Küche zubereitet worden wären. Hier half uns das Backhaus Friedel und Frank Laquai aus der Patsche und gestattete die Benutzung der Backöfen in ihrem Backhaus. Hierfür gilt ihnen der ganz besondere Dank der Lorcher Weinjunker.

 

Unsere Musikanten Helmut Domes und Horst Wilhelm schlugen danach nicht nur in die Tasten, sondern auch gesangliche Töne an, die alle Anwesenden begeisterten. Wir können sagen, dass dieses 1. Patronatsfest bei allen Anwesenden mit Begeisterung aufgenommen wurde, sonst hätten nicht gleich spontan vier Gäste einen Aufnahmeantrag gestellt.

 

Oberjunker Manfred vom Neroberg bedankte sich zum Abschluss bei dem Hausherrn und seinem fleissigen Team, bevor die Letzten gegen 1:00 Uhr den Heimweg antraten.

 

  

  

  

  

  

  

Am 9. Dezember

beschlossen wir das Bruderschaftsjahr mit unserer alljährlichen nachmittäglichen Adventslesung im Weinhaus „Freistaat Flaschenhals“ unter dem Motto:


Wer klopfet an…….

Es ist bei den Lorcher Weinjunkern schon zu einer schönen Tradition geworden, dass wir uns zum Jahresende in der Adventszeit treffen, um uns auf die Weihnachtszeit einzustimmen und das zurückliegende Jahr in Ruhe ausklingen zu lassen. Auch in diesem Jahr trafen wir uns bei Glühwein, Kaffee, Kuchen und selbstgebackenen Plätzchen, um uns in eine winterlich-adventliche Stimmung zu versetzen. Geschichten, Reime oder eigene Erlebnisse aus der Advents- und Weihnachtszeit wurden zum Besten gegeben. Unsere hauseigene Schauspielerin Iris vom Härteflösschen lies es sich nicht nehmen, in das Gewand des Hl. Nikolaus zu schlüpfen und mit Ihrer Nichte Lea als Weihnachtsengelchen Gaben an die Anwesenden zu verteilen.

    

  

Eine Besonderheit gab es diesmal zu verzeichnen; wir führten eine außerplanmäßige Investitur durch.

Unser Weinkulturpreisträger des Jahres 2005 Lorenz Rabenecker hatte sich damals entschlossen, nicht nur Würdenträger unserer Weinbruderschaft zu sein, sondern auch als Mitglied alle Rechte und Pflichten eines Lorcher Weinjunkers zu erfahren. Leider war es ihm aus verschiedenen Gründen nicht möglich, an unseren offiziellen Investituren teilzunehmen, sodass der Junker-Rat eine Ausnahme beschloss. Wir freuen uns über unser Mitglied Weinjunker Lorenz von der Kronegass.

  

  

Nach einem Dank an Birgit Sulek, Marco Barillarro und Melanie Bildesheim, die uns in Ihrem wunderschönen Weinhaus wieder aufgenommen hatten –obwohl bis März geschlossen-, saßen alle noch fröhlich beieinander und es kam tatsächlich eine friedvolle, winterliche Adventsstimmung auf.

  

  

AvK

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